Chevron muß wegen Umweltverschmutzung in Ecuador 8,6 Milliarden Dollar Strafe zahlen

Klima & Energie

Lang hat es ja nicht gedauert: nur 20 Jahre kämpften die BürgerInnen Ecuadors um ihr Recht.

Jetzt wurde der amerikanische Ölkonzern zu einer gewaltigen Strafzahlung verurteilt: 8,6 Milliarden Dollar muß Chevron zahlen und außerdem die Anwaltskosten der Kläger in der Höhe von rund 900 Millionen Dollar übernehmen.

Die Ölfirma Texaco, die heute dem Konzern Chevron gehört, wird beschuldigt, jahrelang giftige Stoffe in die Flüsse des Landes abgeleitet zu haben. Dem Konzern wird vorgeworfen, damit ganze Ernten vernichtet und den Tod von Tieren verursacht zu haben. Auch die Krebsraten in der Gegend stiegen an.

Das Verfahren wurde im Jahr 2003 in Ecuador vor Gericht gebracht, nachdem ein rund 10-jähriges Verfahren in den USA damit endete, dass sich das Gericht als nicht zuständig erklärte und den Fall and die ecuadorianschen Behörden überwies.

Chevron beabsichtigt gegen das Urteil Einspruch zu erheben.

BBC News: Chevron fined for Amazon pollution by Ecuador court (en)