China beschränkt Export von Seltenen Erden noch mehr
Verkehr & Luft & Industrie, Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Chinesische Regierung ignoriert Urteil der WTO, das die Exportbeschränkungen verurteilt.Rund 90 Prozent der sogenannten Seltenen Erden werden zur Zeit in China abgebaut. Diese Rohstoffe sind für viele hochtechnische Geräte unverzichtbar, auch grüne Technologien wie Windkraftanlagen und Hybridautos sind von diesen Rohstoffen abhängig.
China beschränkt seit einiger Zeit den Export dieser Seltenen Erden, deren Preis auf dem Weltmarkt deshalb rasant gestiegen ist und dazu geführt hat, dass viele Länder sich auf die Suche nach anderen Förderstätten gemacht haben.
Die chinesische Regierung ignoriert ein Gerichtsurteil der Welthandelsorganisation WTO, das die Exportbeschränkung dieser Rohstoffe verurteilt, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Die Klage bei der WTO wurde im Jahr 2009 von der EU, USA und Mexiko eingereicht. Peking beruft sich auf seine nationale Souveränität und auf den Schutz der Umwelt und die Bewahrung knapper Ressourcen. Der Abbau der Seltenen Erden ist extrem umweltschädlich.
China würde außerdem die Exportzahlen beschönigen, schreibt die FTD. Die Exportquote würde künstlich erhöht, weil seit Mai auch Legierungen mit einem Anteil der Seltenen Erden von nur zehn Prozent zur Exportquote dazu gerechnet würden. Dadurch zählt China jetzt mindestens zusätzliche 2.000 Tonnen Material mehr zu seiner Exportquote, die bisher nicht miteingerechnet wurden.