China drosselt den Export von seltenen Rohstoffen – erstmals Knappheit zu spüren
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Deutsche High-Tech-Unternehmen berichten nach Verringerung der chinesischen Exportquoten bei Edelmetallen von einem Engpass in der Versorgung mit seltenen Erden.Laut Angaben von Spiegel Online haben Unternehmen in Deutschland aufgrund von reduzierten Exportquoten Chinas bei seltenen Rohmaterialien erstmals keine „Seltenen Erden“ mehr bekommen. Viele dieser seltenen Rohstoffe – wie Indium und Germanium – sind zur Herstellung von High-Tech-Produkten wie Computer, Handys, Windkraftanlagen und Batterien für Elektroautos notwendig. Sollte keine rasche Lösung der Versorgungsproblematik erfolgen, ist mit Produktionseinschränkungen zu rechnen. Kritisch ist die Lage insofern, da China derzeit für 95 % der Förderung seltener Rohmaterialien verantwortlich ist und angekündigt hat, die Ausfuhr der Rohstoffe weiter einzuschränken. Die steigenden Preise und Besorgnisse über die Versorgungssicherheit haben einige Länder veranlasst nach alternativen Abbaustätten zu suchen. Die größten Hoffnungen werden auf Lagerstätten in Kanada und Grönland gesetzt. Die Industrie befürchtet jedoch, dass es drei bis fünf Jahre dauern wird bis ähnliche Produktionskapazitäten wie in China erreicht werden können. ExpertInnen meinen, dass China seine Dominanz bei seltenen Rohstoffen auch als strategische „Waffe“ benutzt. Die bisherige Förderung konzentrierte sich vor allem wegen der billigen Arbeitskräfte stark auf China.