China möchte Export von seltenen Rohstoffen einstellen – Produktion von High-Tech-Geräten gefährdet
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Peking plant ab 2015 den Export von seltenen Rohmaterialien - die „Seltene Erden“ - zu verbieten und bringt damit die Hersteller von High-Tech-Produkten in Bedrängnis.China plant ab 2015 die Ausfuhr von seltenen Metallen vollständig einzustellen. Viele dieser Metalle – wie Indium und Germanium – sind zur Herstellung von High-Tech-Produkten wie Computer, Handys, Windkraftanlagen und Batterien für Elektroautos, notwendig. Kritisch ist die Lage insofern, da China derzeit für 95 % der Förderung seltener Rohmaterialien verantwortlich ist und auch 60 % der Rohstoffvorkommen in China liegen. Die großen Industrienationen sind zur Herstellung ihrer High-Tech-Produkte auf die billigen Rohstoffimporte angewiesen. Experten meinen, dass China seine Dominanz bei seltenen Rohstoffen auch als strategische „Waffe“ benutzt. Die bisherige Förderung konzentrierte sich vor allem wegen der billigen Arbeitskräfte stark auf China. Durch den chinesischen Ausfuhrstopp werden sich die Preise deutlich erhöhen. Auch wenn sich die Förderung auf andere Regionen ausdehnt, bleibt fraglich, inwiefern bis 2015 genügend Kapazitäten ausgebaut werden können, um die chinesischen Exporte ersetzen zu können. Als Grund für den geplanten Ausfuhrstopp nennt China den wachsenden Eigenbedarf. Währenddessen hat auch die Europäische Kommission die Problematik erkannt und einen Bericht zu 14 kritischen Rohstoffen erstellt.
Weitere Informationen (en)
Presseaussendung der Kommission
Kommissionsseite zu Rohstoffen