China stoppt den kommerziellen Anbau von Gen-Reis

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Seit 1999 gibt es in China Versuchsfelder mit Gen-Reis, die Entscheidung über den kommerziellen Anbau soll jetzt jedoch verschoben werden.

Laut Informationen der chinesischen Zeitschrift Economic Observer, die von Greenpeace Ostasien einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, will China die Entscheidung über den kommerziellen Anbau von Gen-Reis bis auf weiteres verschieben. Der Economic Observer bezieht sich in seiner Berichterstattung auf Quellen „die dem Landwirtschaftsministerium nahestehen“.

Reis ist in China das Grundnahrungsmittel für rund 1,3 Milliarden Menschen. Seit 1999 gibt es Versuchsfelder für Gen-Reis. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu gen-verseuchten Reis-Importen aus China nach Europa, berichtet die Online-Plattform „Genfood Nein Danke“. Auch in chinesischen Supermärkten hat Greenpeace in der Vergangenheit gen-verseuchten Reis gefunden.

Über die Entscheidung der chinesischen Regierung, den kommerziellen Anbau von Gen-Reis vorerst nicht zu gestatten, gibt es mehrere Vermutungen. „Eine Rolle bei der Entscheidung dürfte auch gespielt haben, dass einige der vor der Kommerzialisierung stehenden Reissorten mit ausländischen Patenten belegt sind und China um seine Ernährungssicherheit fürchtet“, berichtet „Genfood Nein Danke“.

Gen-Reis China
Genfood Nein Danke: China stoppt Gen-Reis