China: Weltweit größtes Aufforstungsprogramm soll Umweltschäden reparieren
Natur & Biodiversität, Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Großflächige Rodung von Wäldern Schuld an katastrophalen Umweltschäden in China.In China wird mit Hilfe von WissenschafterInnen der Technischen Universität München das zurzeit weltweit größte Wiederaufforstungsprogramm durchgeführt.
Vor allem in der Mitte des letzten Jahrhunderts wurden die Wälder der Berggebiete Chinas systematisch gerodet, die gerodeten Flächen wurden anschließend für die Landwirtschaft verwendet. In der Folge kam es zu großflächigen Bodenerosionen und wegen des verstärkten Oberflächenabflusses und der höheren Sedimentfrachten auch zu vermehrten Überschwemmungen der Flüsse, was unter anderem die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung gefährdete.
Die chinesische Regierung verbot schließlich die landwirtschaftliche Nutzung von Hängen mit mehr als 30 Grad Hangneigung und viele dieser mittlerweile stillgelegten Anbauflächen werden im Rahmen eines groß angelegten Aufforstungsprojektes jetzt wieder bewaldet.
Die Waldfläche in China wächst infolgedessen derzeit jährlich um 2,8 Millionen Hektar, berichten die Studienautoren in einem Artikel für die Zeitschrift „LWF aktuell“ anlässlich des Internationalen Jahres der Wälder.
Weitere Informationen über das Aufforstungsprojekt in China finden Sie auf der Seite „waldwissen.net“, der Originalartikel steht auf der Webseite der Bayrischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft gratis zur Verfügung.
Waldwissen.net: Aufforstungen in China
Bernhard Felbermeier, Jörg Summa, Hany El Kateb und Reinhard Mosandl: Aufforstungen zum Schutz vor Umweltschäden