City Maut London: Podiumsdiskussion mit Londons ehemaligem Bürgermeister Livingstone

Verkehr & Luft & Industrie

Der frühere Londoner Bürgermeister Ken Livingstone, während dessen Amtszeit in London die City Maut eingeführt wurde, war letzte Woche auf Einladung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) für eine Diskussionsveranstaltung in Wien.

Die City-Maut feiert im Februar ihr zehn-jähriges Bestehen. „Durch die City-Maut gibt es 70.000 Autofahrten weniger pro Tag, die Staus sind um ein Drittel zurückgegangen, die Luftqualität hat sich massiv verbessert, die Umsätze des Einzelhandels sind viermal stärker gestiegen als im Landesschnitt“, fasst der VCÖ die Ergebnisse dieser Maßnahme zusammen. Der VCÖ hält eine City-Maut auch für Österreich geeignet und möglich. Die Firma Kapsch Traffic Com weist auf die technische Machbarkeit und ein gutes Kosten-Nutzen Verhältnis hin.

Ken Livingstone betonte, dass in London dank der Einnahmen aus der City-Maut die Busflotte um fast 50 Prozent von 5.500 auf 8.000 Fahrzeuge vergrößert werden konnte. Ein Indikator für das Funktionieren der City-Maut sei auch die Zustimmung der Bevölkerung, betont der VCÖ. In Stockholm ist die Zustimmung zur City-Maut von 36 Prozent vor der Einführung auf 74 Prozent im Jahr 2011 gestiegen. In London sagten bereits ein Jahr nach Einführung 75 Prozent der Unternehmen, dass die City-Maut ein Erfolg sei.

VCÖ-Pressemitteilung: City Maut in London