CO2-Emissonen von Autos: Expertin empfiehlt technische Maßnahmen statt Agrotreibstoffe

Klima & Energie, Verkehr & Luft & Industrie

Um die CO2-Emissionen des Straßenverkehrs zu reduzieren, sollte die EU sich eher auf bestehende Technologien für effiziente Autos konzentrieren und weniger auf Agrotreibstoffe. Diese Empfehlung gab Julia King, Vizerektorin der Aston-University und Autorin des von der britischen Regierung beauftragten King-Report zu CO2-Kürzungen bei Autos am 28.4.2008 bei einer Konferenz im Europäischen Parlament.

Wichtig sei vor allem, so Prof. King, dass die Deadline 2012 für die Reduktion der CO2-Emissionen von Autos auf 130g/km hält. Jegliche Verzögerung sollte vermieden werden. Bereits mit bestehender Technologie könnten die Emissionen neuer Autos um 30 % gekürzt werden.

Agrotreibstoffe werden mittel- und langfristig wichtig werden, so King, die Industrie sollte auch unterstützt werden. Daher unterstützt sie die Forderung nach einem Moratorium für das 10 %-Beimengungsziel bis 2020 nicht. Der kurzfristige Fokus müsse aber auf der Reduktion des Treibstoffverbrauchs von Autos liegen.

Website zum King-Review (en)
Konferenz im EP - Dokumente unter "latest dokuments" (en)