CO2-Fußabdruck-Index für Ernährung 2018

3. Mai 18

Der Anbieter von intelligenter Ernährung nu3 hat zwei Analysen veröffentlicht, die die durch Ernährung verursachten CO2-Emissionen analysieren. Die erste Analyse ermittelt CO2-Emissionen in 130 Ländern auf Basis von Ernährungsgewohnheiten, während die zweite Analyse die Folgen der Lebensmittelproduktion in Österreich untersucht. Indem verschiedene Ernährungsgewohnheiten und die dadurch verursachten CO2-Emissionen miteinander verglichen werden und eine nähere Betrachtung des CO2-Fußabdrucks der Lebensmittelindustrie möglich wird, möchte nu3 zur öffentlichen Debatte über die Auswirkungen unserer Essgewohnheiten auf die Umwelt beitragen. In der ersten Analyse wird veranschaulicht, welche Länder ihren CO2-Fußabdruck durch eine vermehrt pflanzliche Ernährungsweise erheblich reduzieren könnten und welche Lebensmittel die höchsten Emissionen verursachen. Die zweite Analyse untersucht die österreichische Lebensmittelindustrie und veranschaulicht, in welchen Regionen Österreichs die höchsten CO2-Emissionen verursacht werden.

Auf der Basis von Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) werden in der internationalen Analyse Kennzahlen der einzelnen Länder zu den folgenden Themen analysiert:

  • Die zum Verzehr bestimmten Mengen von elf verschiedenen Lebensmitteln. Dies beinhaltet sieben tierische Produkte, wie z.B. Rindfleisch, Geflügel und Milch & Käse und vier nicht-tierische Produkte, wie z.B. Sojabohnen und Nüsse (inklusive Erdnussbutter).

  • Die jährlichen CO2-Emissionen der verschiedenen Lebensmittel pro Person.

  • Der jährliche Unterschied zwischen der Menge CO2, die durch ein Kilogramm tierische Erzeugnisse verursacht wird, und der Menge, die durch ein Kilogramm nicht-tierische Produkte entsteht. Dieser Wert veranschaulicht, um wie viele Kilogramm CO2 eine Einzelperson ihren CO2-Fußabdruck reduzieren könnte, wenn sie sich pflanzlich statt tierisch ernähren würde.

In der weiterführenden Analyse für Österreich wurden die Produktionsdaten von Fisch, Schweinefleisch, Geflügel, Rindfleisch, Lamm- und Ziegenfleisch, Eiern, Milch, Weizen und Sojabohnen untersucht. Anhand dieser Analyse wurde der jährliche CO2-Ausstoß pro Kilogramm produzierte Nahrung berechnet. Die Daten unterscheiden zwischen neun österreichische Regionen, um die verschiedenen Produktionsniveaus zu veranschaulichen. Die endgültigen Resultate sind in absteigender Reihenfolge sortiert, beginnend mit der Region mit den höchsten CO2-Emissionen.

„Immer mehr Menschen ernähren sich vegan – eine Tatsache, die sich auch im Umsatz unserer veganen Produkte widerspiegelt, der sich im letzten Jahr verdoppelt hat. Die Analyse zeigt, wie drastisch wir unseren CO2-Fußabdruck durch eine veränderte Ernährungsweise reduzieren könnten und es wird deutlich, dass wir die Vorteile pflanzlicher Ernährung sowohl für unsere Gesundheit als auch für unseren Planeten nicht länger ignorieren können“, sagt Robert Sünderhauf, Geschäftsführer von nu3. „Für diejenigen, denen der völlige Verzicht auf Fleisch und Fisch schwer fällt, bietet die Analyse einige leichter zu meisternde Alternativen. Beispielsweise sind Fisch und Geflügel nicht nur gesünder, sondern verursachen zudem deutlich weniger CO2 als rotes Fleisch, wie Lamm oder Rind.  Eier verursachen erheblich weniger CO2-Emissionen als Milchprodukte. Alle Ergebnisse der Analyse fallen ausnahmslos zu Gunsten einer pflanzlichen Ernährungsweise aus, die falls nötig mit fettärmeren tierischen Proteinen ergänzt werden kann und so nicht nur unserer Gesundheit sondern auch der Umwelt zugute kommt.“

„Österreich kann einen erheblichen Nutzen daraus ziehen, seine Einwohner dazu zu bewegen, weniger tierische Nahrungsmittel zu konsumieren und stattdessen auf pflanzliche Ernährung umzusteigen, denn das Land gehört zu den 30 Nationen im internationalen Index, die den höchsten Konsum tierischer Nahrungsmittel aufweisen. Schon heute ernähren sich neun bis zehn Prozent der Österreicher vegetarisch und pflanzliche Alternativen zu tierischen Produkten sind zunehmend weiter verbreitet“, sagt Robert Sünderhauf, Geschäftsführer von nu3. „Während viele Personen aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen auf eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise umsteigen, sind sich auch immer mehr Menschen darüber bewusst, welche Auswirkungen ihre Essgewohnheiten auf die Umwelt haben. Unsere Recherche macht deutlich, dass die Österreicher ihren CO2-Fußabdruck um 179 Kilogramm reduzieren können, indem sie ein Kilogramm tierische Produkte durch ein Kilogramm nicht-tierische Produkte ersetzen, und wir hoffen daher, dass diese Rangliste sie dazu ermutigt, sich vermehrt pflanzlich und flexitarisch zu ernähren.” Quelle: www.nu3.de

 

CO2-Fußabdruck-Index für Ernährung 2018