COP30 UN-Klimakonferenz in Belém 2025
Reduktion des Treibhausgasausstoßes: Die COP 30 markiert in der Emissionsreduktion einen entscheidenden Meilenstein: Von den Vertragsparteien wird erwartet, dass sie ihre nationalen Beiträge (NDCs) für die Zeit nach 2030 mit Emissionspfaden vorlegen, die mit dem 1,5-Grad-Ziel in Einklang stehen und auf den besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie der ersten globalen Bestandsaufnahme (2023) basieren. Die EU bringt den Beitrag ein, ihre Treibhausgasemissionen bis 2035 in einer Bandbreite von 62,25 bis 72,5 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Für Österreich und die EU hat es höchste Priorität, auch im Verhandlungsergebnis der Weltgemeinschaft sicherzustellen, dass die Beurteilung des Status Quo und die Einigung auf nächste Schritte im Klimaschutz nicht zu kurz kommen.
Anpassung an den Klimawandel: Das Thema Anpassung an den Klimawandel ist ein Kernanliegen vieler Länder im globalen Süden. Das wesentliche Ziel für die Anpassung gemäß dem Übereinkommen von Paris ist das sogenannte „Globale Anpassungsziel“. Aktuell werden Anpassungsindikatoren verhandelt, die im Rahmen zukünftiger Globaler Bestandsaufnahmen (das nächste Mal 2028) Aufschluss über die Fortschritte beim Erreichen von Zielen zur Steigerung der Resilienz und Anpassungsfähigkeit geben sollen.
Finanzierungsfragen: Zur Klimafinanzierung auf der COP in Belém steht die Frage im Raum, ob es ein neues Ziel für die Anpassungsfinanzierung geben soll. Auf der COP 26 in Glasgow wurden die Industriestaaten aufgefordert, die Anpassungsfinanzierung bis 2025 gegenüber 2019 zu verdoppeln (von rund 20 auf 40 Milliarden USD). Für eine Beurteilung, inwiefern das Ziel erreicht wurde, ist es noch zu früh. Dennoch wird bereits die Frage aufgeworfen, wie es in den kommenden Jahren weitergehen soll. Österreich wird weiterhin den eingegangenen Verpflichtungen zur Internationalen Klimafinanzierung nachkommen.
10 Jahre nach der Einigung auf das Übereinkommen von Paris wird es heuer herausfordernder denn je sein, Fortschritte zu erzielen und auf der COP 30 in Belém zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen. Brasilien ist Teil der BRICS-Länder und somit ein sehr herausfordernder und harter Verhandler für Positionen dieser Gruppe von Ländern. Dazu kommt der Austritt der USA aus dem Übereinkommen von Paris – es ist unklar, wie sich die USA in den Verhandlungen verhalten werden. Weiter ist ungewiss, wie sich China nach dem Austritt der USA bei den künftigen Verhandlungen positionieren wird. Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig wird am 15. November für die Verhandlungen auf Ebene der Minister:innen nach Brasilien reisen. Schon von Beginn der Konferenz an ist die fachliche Delegation aus Österreich vor Ort. Diese wird von Simon Ellmauer-Klambauer geleitet und arbeitet bereits seit Monaten an der Vorbereitung der Weltklimakonferenz.
Position von Greenpeace
Greenpeace fordert zu Beginn der Verhandlungen einen internationalen 1,5-Grad-Aktionsplan. Dieser muss folgende zentrale Säulen beinhalten: Waldschutz, die grüne Energiewende sowie ausreichend Klimafinanzierung. Die Umweltschutzorganisation plädiert dafür, fossile Konzerne angemessen zu besteuern und die Einnahmen für die Klimafinanzierung zu nutzen. Zwei Wochen lang wird die Staatengemeinschaft in Belém verhandeln. Österreichs Klimaminister Norbert Totschnig muss sich für ein ehrgeiziges Ergebnis einsetzen und zugleich zuhause seine Hausaufgaben machen. Österreichs Ausstieg aus Öl und Gas kommt nur schleppend voran: Förderungen für den Heizungstausch werden gekürzt, während weiter nach Gas gebohrt wird. Greenpeace fordert, dass Österreich den Ausstieg bis 2040 verbindlich im Klimagesetz verankert. Zudem muss Totschnig seine Blockade bei der EU-Entwaldungsverordnung aufgeben. Wer den Schutz unserer Wälder untergräbt, gefährdet nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch den globalen Kampf gegen die Klimakrise.
Start der COP30: Greenpeace fordert internationalen 1,5-Grad-Aktionsplan
Totschnig zu COP30: Weltgemeinschaft muss Fokus auf Reduktion der Treibhausgas-Emissionen legen