Das ökologische Rückgrat Europas: die europäischen Berge und ihr unterschätzter Wert
Die Europäische Umweltagentur EEA fordert in einem aktuellen Bericht, dass der wahre Wert der Bergregionen für den Menschen wieder stärker anerkannt wird und hebt deren Bedeutung für den Menschen hervor.Der Mitte September 2010 von der europäischen Umweltagentur EEA veröffentlichte Bericht „Europe’s ecological backbone: recognising the true value of our Mountains“ liefert eine eingehende Analyse der europäischen Bergregionen. Der Bericht wurde im Rahmen der 7. European Mountain Convention in Lillehammer präsentiert und betrachtet unterschiedliche Aspekte der europäischen Bergregionen: Bevölkerungsstrukturen, Wirtschaftsstrukturen, Ökosystemleistungen, Klimawandel, Wasserkreislauf, Artenvielfalt und Schutzgebiete. Ziel des Berichtes ist es, Wechselwirkungen aufzuzeigen und zur Verbesserung und Vereinheitlichung der Gesetzgebung zur europäischen Bergwelt beizutragen.
Welche Bedeutung die Berge für Europa haben, lässt sich daran erkennen, dass sich laut Bericht 29% der Fläche der EU-27 in gebirgigen Regionen befinden und dort 63 Millionen Menschen leben. Von 1990 bis 2005 ist die Bevölkerungsdichte in den Bergen insgesamt gestiegen, wobei regional große Unterschiede festzustellen sind. Und obwohl Landwirtschaft und Forstwirtschaft auch weiterhin wichtig für die kulturelle Identität und als Wirtschaftsfaktor bleiben – speziell in Süd- und Osteuropa – ist aktuell der Dienstleistungssektor die größte Quelle für Arbeitsplätze.