Daten zum Emissionshandel 2014 zeigen Rückgang der Emissionen

Klima & Energie

Nach den Daten im Unionsregister sind die Treibhausgasemissionen der am EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS) teilnehmenden Anlagen im vergangenen Jahr schätzungsweise um 4,5% zurückgegangen, informiert die EU-Kommission in einer Pressemitteilung.

Das EU-EHS umfasst über 11.000 Kraftwerke und Fertigungsanlagen in den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Island, Norwegen und Liechtenstein sowie Emissionen der Luftfahrtunternehmen, die Flüge zwischen europäischen Flughäfen durchführen.

Die geprüften Treibhausgasemissionen aus ortsfesten Anlagen beliefen sich im Jahr 2014 auf 1.812 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent und lagen damit um etwa 4,5% unter dem Niveau des Jahres 2013.

Der kumulierte Überschuss an Emissionszertifikaten ist leicht zurückgegangen (von rund 2,1 Milliarden auf etwa 2,07 Milliarden für das Erfüllungsjahr 2014). Im Jahr 2014 verringerten sich die Auktionsmengen von Zertifikaten um 400 Millionen, da die "Backloading"-Maßnahme eingeleitet wurde, mit der die Versteigerung dieser Zertifikate verschoben wird. Die Zahl für den kumulierten Überschuss für das Jahr 2014 berücksichtigt den Tausch von internationalen Gutschriften in Zertifikate, den Verkauf von Phase-3-Zertifikaten, durch den Mittel für das Programm NER 300 zur Förderung innovativer Technologien mit geringem CO2-Ausstoß bereitgestellt wurden, die zugeteilten Zertifikate für 2014 und die Versteigerung von Phase-3-Zertifikaten im Jahr 2014 (einschließlich Luftverkehrszertifikaten).

Im Mai 2015 erzielten das Europäische Parlament und der Rat eine politische Einigung über die Einrichtung einer Marktstabilitätsreserve im Jahr 2018, mit der der entstandene Überschuss an Emissionszertifikaten abgebaut und die Widerstandsfähigkeit des EU-EHS gegenüber Erschütterungen verbessert werden soll, indem das Angebot an zu versteigernden Zertifikaten angepasst wird.

EU-Kommission Pressemitteilung