Deutsche Agrarministerkonferenz: Internationale Finanzinstitutionen sollen extrem tierschutzwidrige Haltungsanlagen nicht mehr finanzieren
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Bei ihrer Sitzung in Cottbus vom 2. bis 4. April 2014 verabschiedete die deutsche Agrarministerkonferenz eine Resolution zur Vergabe von Finanzmitteln an Tierhaltebetriebe durch internationale Finanzinstitutionen. Darin fordert sie die deutsche Bundesregierung auf sicherzustellen, dass nur solche Betriebe finanziert werden, deren Tierhaltung mindestens den EU-Rechtsvorschriften entspricht, informiert der Tierschutzverein Vier Pfoten.Die Resolution folgt auf einen 2013 veröffentlichten Bericht von Tierschutz-NGOs. Dieser hatte die gängige Praxis aufgezeigt, öffentliche Finanzmittel durch internationale Finanzinstitutionen an Tierhaltebetriebe zu vergeben, die extrem tierschutzwidrige, in der EU verbotene Formen der Tierhaltung anwenden. Als erste Finanzinstitution will die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in den kommenden Monaten eine verbindliche Regelung beschließen, die ihre Kapitalempfänger zur Erfüllung mindestens der EU-Tierschutzstandards verpflichtet.
Insgesamt sei aber bei diesem Thema bisher zu wenig Bewegung zu erkennen, kritisieren die Vier Pfoten in ihrer Aussendung.