Deutsche Welle: Spielen Konzerne ein „Hungerroulette“?

Verkehr & Luft & Industrie, Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

„Spielen Konzerne ein Hungerroulette?“, fragt der deutsche Auslandsrundfunk „Deutsche Welle“ in einem aktuellen Artikel vom 13. Mai 2013.

Die Hilfsorganisation Oxfam protestiert seit Jahren gegen Spekulationen mit Lebensmitteln. Banken und Versicherungskonzerne seien mit ihren Geschäften für die Preisschwankungen bei Lebensmitteln mitverantwortlich, so der Vorwurf.

„Etwa elf Milliarden Euro sollen auf dem deutschen Markt in spekulative Finanzprodukte mit Bezug zu Lebensmitteln angelegt worden sein, davon etwa 6,2 Milliarden über den Versicherungskonzern Allianz“, berichtet die „Deutsche Welle“.

Oxfam hat eine Studie mit dem Titel „Hungerroulette: Wie viel deutsche Finanzinstitute durch Nahrungsmittelspekulation einnehmen“ veröffentlicht.

„Mehr als 116 Millionen Euro haben deutsche Finanzinstitute 2012 allein durch die Verwaltung von Investmentfonds eingenommen, die mit Nahrungsmitteln spekulieren. Eine unrühmliche Marktführerschaft haben dabei Allianz und Deutsche Bank. Sie kontrollieren zusammen 40 Rohstofffonds, die es Kapitalanlegern ermöglichen, auf Nahrungsmittelpreise zu wetten“, schreibt Oxfam im Begleittext zur Studie, die auf der Webseite der Hilfsorganisation als Download in deutscher Sprache gratis zur Verfügung steht.

„Dieses Hintergrundpapier zeigt auf, welche Einnahmen deutsche Finanzinstitute allein aus der Verwaltung von Agrarrohstofffonds und verbundenen Dienstleistungen erzielen und gibt einen Überblick über Umfang und aktuelle Entwicklungen des Geschäfts mit der Nahrungsmittelspekulation in Deutschland.“

Deutsche Welle: Spielen Konzerne ein „Hungerroulette“?
Oxfam Studie: Hungerroulette