Deutscher und österreichischer Wirtschaftsminister erklären TTIP für gescheitert bzw. fordern Neustart der Verhandlungen

Der deutsche Wirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) erklärt das geplante EU-USA Handelsabkommen als „de facto“ gescheitert, „auch wenn es keiner so richtig zugibt“. Grund sei laut Gabriel, dass die Amerikaner selbst den Mindestanforderungen der EU nicht entgegenkommen. Das berichtet orf.at. Auch Frankreich glaubt nicht mehr an das Abkommen, Außenhandelsstaatssekretär Matthias Fekl erklärte bereits öffentlich, Frankreich wolle die EU-Kommission auffordern, die Verhandlungen zu stoppen. Auch der französische Staatschef Francois Hollande übt bereits öffentlich Kritik an dem Abkommen.

Auch Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner tritt für einen Verhandlungsstopp und einen kompletten Neustart zum Freihandelsabkommen TTIP ein. Der Prozess soll nach der US-Präsidentschaftswahl neu aufgesetzt werden, sagte er heute, 31. August 2016.

Greenpeace begrüßt diese Forderung, übte jedoch scharfe Kritik am Festhalten am EU-Kanada-Abkommen CETA, das bereits im Oktober unterzeichnet werden soll.

 

orf.at: Hollande in der Reihe der Gegner

OTS Presseaussendung