Deutschland – 92 Atommüllhalden in Deutschland

Energie

Gestern, Dienstag, haben Bürgerinitiativen und Verbände, die in Hannover auf einer Pressekonferenz eine 272-seitige, nach deutschen Bundesländern gegliederte Bestandsaufnahme des Atommülls in der Bundesrepublik Deutschland vorgelegt.

Der Bericht gibt einen „Überblick über die Lagerstandorte, über das eingelagerte radioaktive Inventar und über den Atommülltourismus. Und er weist auf die konkreten Probleme an den einzelnen Standorten hin: Von rostenden Fässern im Fasslager Brunsbüttel über den Reaktordruckbehälter in Jülich, der so stark strahlt, dass ein eigenes Zwischenlager für ihn gebaut werden muss, von zahlreichen neuen Zwischenlagern an Standorten, die derzeit geplant sind, von 1.900 Altstandorten der Wismut in Thüringen und Sachsen über Hausmülldeponien auf denen Atommüll lagert bis hin zu der Tatsache, dass die Betriebsgenehmigung der Standort-Zwischenlager enden wird, bevor ein langfristiger Verbleib der abgebrannten Brennelemente geklärt ist.“

Der Bericht ist ab Ende September im Buchhandel erhältlich und soll bundesweit auf Veranstaltungen diskutiert werden. „Es gibt nicht ein Atommüll-Problem, das man an einen einzelnen Standort delegieren kann, sondern es gibt tausende Atommüllprobleme im ganzen Land und unmittelbaren Handlungsbedarf“, sagt die Autorin und Politikwissenschaftlerin Ursula Schönberger.

Atommüll-Konferenz Pressemitteilung
Atommüllkonferenz