Deutschland: NaturschützerInnen gewinnen Prozess im „Kormoran-Streit“
Natur & Biodiversität
Vertreibung von Kormoranen in EU-Naturschutzgebiet durch Fischer führte dazu, dass Teile der Brut getötet wurden.Im April 2008 scheuchten Fischer im Naturschutzgebiet Aachried bei Radolfzell mit Halogenscheinwerfern brütende Kormorane auf und vertrieben diese. Teile der Brut wurden dadurch getötet.
Der deutsche Naturschutzbund (NABU) reichte daraufhin Klage gegen die Fischer ein. In einem ersten Urteil verlor der NABU, jetzt wurde den TierschützerInnen vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg Recht gegeben.
Die Fischer behaupteten, dass die Kormorane, die täglich bis zu 500 Gramm Fische essen, die Fangerträge verminderten. Das konnten die Fischer vor Gericht dann allerdings nicht nachweisen. Der Verwaltungsgerichtshof kritisierte die Fischer weiters, weil in dem europäischen Vogelschutzgebiet durch die Aktion auch andere geschützte Tierarten in Mitleidenschaft gezogen hätten werden können.
Yahoo! Nachrichten: Naturschützer gewinnen im Kormoranstreit.