Die EU will Europas Wasserstraßen besser nutzen
Verkehr & Luft & Industrie, Wasser, Meere & Fischerei
Die Europäische Kommission hat am 10. September 2013 neue Maßnahmen zur vermehrten Güterbeförderung auf Europas Flüssen und Kanälen angekündigt.„Binnenschiffe gehören zu den klimaverträglichsten und energieeffizientesten Transportmitteln, befördern derzeit jedoch nur etwa 6 % des jährlichen Frachtaufkommens in Europa“, informiert die Kommission. „Mit den neuen Vorschlägen soll das ungenutzte Potenzial des 37.000 km umfassenden Wasserstraßennetzes in Europa erschlossen werden. Die Güterbeförderung wird dadurch erleichtert und die Umweltverträglichkeit des Verkehrssektors weiter verbessert.“
Die Kommission schlägt Maßnahmen in mehreren Bereichen vor. Eine Maßnahme ist die Beseitigung von Engpässen (unzureichend dimensionierten Schleusen, Brücken oder Fahrwassern und fehlenden Verbindungen wie z. B. zwischen Seine und Schelde).
Eine andere Maßnahme wird unter dem Begriff „Umweltverträglichkeit und Innovation“ zusammengefasst. Die Vorschläge der Kommission enthalten unter anderem neue Standards für Schiffsmotoren zur Förderung von Investitionen in emissionsarme Technologien sowie die Unterstützung von Forschung und Innovation.
Die bessere Verknüpfung mit anderen Verkehrsträgern ist für die EU-Kommission ein weiterer wichtiger Punkt (bessere Verknüpfung von Binnenschifffahrt, Straßen- und Schienenverkehr, die Anbindungen von See- und Binnenhäfen, Verbesserung von Frachtumschlagseinrichtungen und die Verringerung des Verwaltungsaufwands).Eine weitere Maßnahme sind Investitionen in qualifizierte Arbeitskräfte. Zusätzliche Hintergrundinformationen zu diesen Maßnahmen finden Sie in der Pressemitteilung der EU-Kommission sowie in dem MEMO/13/771.