Die Luftverpester: Zwölf EU-Staaten überschreiten Schadstoffgrenzen
Verkehr & Luft & Industrie
Insgesamt zwölf EU-Staaten überschreiten die in der „Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe“ festgesetzten Grenzewerte für vier besonders schädliche Stoffe, nämlich Schwefeldioxide, Stickstoffdioxide, flüchtige organische Verbindungen und Ammoniak.„Diese Schadstoffe sind mitverantwortlich für Gesundheitsprobleme und können auch wirtschaftliche Auswirkungen haben und die Umwelt schädigen“, kritisert die Exekutivdirektorin der Europäischen Umweltagentur (EEA), Prof. Jacqueline McGlade, in einer Presseaussendung anläßlich der Veröffentlichung der vorläufigen Daten für das Jahr 2010.
Spanien überschreitet die nationalen Emissionshöchstmengen von insgesamt drei der vier regulierten Schadstoffe, Deutschland für Stickstoffdioxide und flüchtige organische Verbindungen. Finnland überschreitet als einziges EU-Land die Werte für Ammoniak.
Insgesamt elf Staaten überschreiten die nationalen Emissionshöchstmengen für Stickstoffdioxide, was vor allem auf den Straßenverkehr zurückzuführen ist. Die höchsten Überschreitungen bei diesen Schadstoffen werden durch Luxemburg (187%), Österreich (140%), Frankreich (113%), Deutschland (126%) und Belgien (125%) verursacht.
EEA Pressemitteilung (en)
Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe (pdf)