DNR: Klimaklage gegen Shell anvisiert
13. April 18
Die niederländische Sektion der Umweltschutzorganisation Friends of the Earth hat angekündigt, den Mineralöl- und Erdgaskonzern Shell wegen Nichtstun beim Klimaschutz verklagen zu wollen. Friends of the Earth begründete den angedrohten Gang zum Gericht damit, dass das Unternehmen nicht genug tue, um seinen klimaschädigenden Einfluss weltweit zu verringern. Shell müsse endlich seine unternehmerischen Entscheidungen und Praktiken in Einklang mit dem Klimaschutzabkommen von Paris bringen. Der Ölkonzern habe nun acht Wochen Zeit, auf die Ankündigung von Friends of the Earth aus den Niederlanden zu reagieren.
Karen Nansen des Dachverbands Friends of the Earth International machte auf die Tragweite aufmerksam: „Dieser Fall betrifft alle Menschen. Shell verursacht weltweit enorme Schäden. Klimawandel und dreckige Energien haben zerstörerische Auswirkungen, insbesondere im Globalen Süden. Das Gerichtsverfahren ermöglicht es uns, Shell dafür zur Verantwortung zu ziehen.“
Nach Einschätzung der britischen Umweltrechtorganisation Client Earth habe dieser Fall große juristische Auswirkungen. Er könnte ein Türöffner für weitere Gerichtsverfahren gegen andere transnationale Energieriesen sein, die auf fossile Energien setzen. Es wird erwartet, dass das Gerichtsverfahren im Herbst dieses Jahres beginnt. Nach Angaben von Client Earth unterstützen 15.000 NiederländerInnen das Vorhaben, gerichtlich gegen Shell vorzugehen.
DNR: Klimaklage gegen Shell anvisiert
Friends of the Earth: Shell faces historic legal action for its failure to act on climate change
Client Earth: Shell facing climate law suit from Friends of the Earth Netherlands