DNR: Plädoyer für weltweites Verbot von Tierversuchen für Kosmetik
22. Feb 18
EU-Abgeordnete des Umweltausschusses haben die Regierungschefs der EU-Länder aufgefordert, sich für ein internationales Abkommen gegen Tierversuche für kosmetische Produkte einzusetzen. Dafür sollten sie ihre diplomatischen Netzwerke im Rahmen der Vereinten Nationen (UN) nutzen.
Eine entsprechende Initiative sollte bis 2022 abgeschlossen sein. In der EU ist es seit 2013 nicht mehr erlaubt, Kosmetika zu verkaufen, die an Tieren getestet worden sind. In 80 Prozent der Länder weltweit sind solche Produkte allerdings noch zugelassen.
Die Europaabgeordneten verwiesen darauf, dass das Verbot in der EU die hier ansässige Industrie nicht daran gehindert habe, zu wachsen und rund zwei Millionen Jobs zu schaffen. Eine Schwachstelle in der EU-Regelung sei jedoch, dass Kosmetika, die außerhalb der EU in Tierexperimenten ausprobiert wurden, auf den EU-Markt gelangen können.
Zudem seien häufig Substanzen in Kosmetika enthalten, die auch in anderen Waren vorkommen - etwa in Arznei- oder Reinigungsmitteln - und zuvor nach den dort geltenden Regeln getestet worden sind.
Der Entschließungsantrag wurde einstimmig angenommen, mit einer Enthaltung. Im März soll im Plenum darüber abgestimmt werden.
DNR: Plädoyer für weltweites Verbot von Tierversuchen für Kosmetik