DUH-Dienstwagen-Check: Die durstigen Limousinen deutscher Bischöfe
Verkehr & Luft & Industrie
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) führte eine Datenerhebung über die Dienstwägen von 46 deutschen kirchlichen Würdenträgern durch.Seit 2008 gibt es einen EU-Zielwert für den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen (140g CO2/km), die Deutsche Umwelthilfe analysierte jetzt die Dienstwägen von 46 Bischöfen der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland, um zu prüfen, ob die Kirche ihr Engagement für den Umweltschutz ernst nimmt.
Das Ergebnis ist vernichtend. Nur vier evangelische Bischöfe halten mit ihren Dienstfahrzeugen den EU-Zielwert für CO2-Emissionen ein. Für alle anderen scheint Klimaschutz kein Thema zu sein. Für 26 Bischöfe liegt der Emissionswert entweder bei 20 bis 60 Prozent über dem Richtwert oder sie „verweigerten gleich ganz die Auskunft“ über Spritverbrauch und Klimagasausstoß.
Die Analyse über die Dienstfahrzeuge der Kirche wurde im Rahmen einer Reihe von Datenerhebungen über Dienstfahrzeuge durchgeführt, in der Vergangenheit wurden unter anderem die Dienstwägen der deutschen Bundes- und Landesminister, großer börsennotierter Unternehmen sowie von obersten deutschen Bundesbehörden untersucht, die allesamt ernüchternde Ergebnisse brachten.
Jürgen Rasch, Bundesgeschäftsführer der DUH zeigt sich auch von den jüngsten Untersuchungsergebnissen enttäuscht: „Die Kirchen zählen mit ihren vielen tausend Gemeinden und den von ihnen betriebenen sozialen Einrichtungen zu den größten Arbeitgebern in Deutschland.
Entsprechend verantwortungsvoll und vorbildhaft sollen sie sich auch in Umweltfragen verhalten...viele Bischöfe predigen ihren Kirchengemeinden richtigerweise die Notwendigkeit des Klimaschutzes - haben aber selbst Benzin im Blut“.
DUH-Dienstwagen-Check: Die durstigen Limousinen deutscher Bischöfe
Erster DUH-Dienstwagen-Check bei Bundesbehörden mit ernüchternden Ergebnissen