ECHA: Konsultation zu 54 gefährlichen Chemikalien

Chemie & Nanotechnologie

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat eine öffentliche Befragung zu 54 besorgniserregenden Substanzen gestartet. Es handelt sich unter anderem um Stoffe, die krebserregend, genverändernd oder fortpflanzungsschädigend sind. Nun soll überprüft werden, ob sie unter der EU-Chemikalienverordnung REACH verboten oder stark eingeschränkt werden sollen.

Bisher standen 84 Stoffe auf der sogenannten Kandidatenliste für einen REACH-Anhang XV, bis Ende 2012 sollen es 136 Substanzen sein. Neben den 44 Stoffen mit den oben erwähnten Eigenschaften gibt es bei den neuen Vorschlägen auch Chemikalien, die zu den PBT-Stoffen zählen, also besonders langlebig (persistent), sich in Organismen anreichern (bio-akkumulativ) oder giftig (toxisch) sind.

Unter anderem handelt es sich bei den Verbotsvorschlägen um verschiedene Bleiverbindungen, das krebserregende Furan und das die Fortpflanzung gefährdende N-Methylacetamid.

Die Frist für das Einreichen von Kommentaren endet am 18. Oktober 2012. [DNR]

DNR: ECHA - Konsultation zu 54 gefährlichen Chemikalien
ECHA-Pressemitteilung (en)
Konsultation (en)