EEA: EU-15 können Kyoto-Ziel nur knapp erreichen

Klima & Energie

Wie jedes Jahr hat die Europäische Kommission auch Ende Oktober 2006 einen Bericht über die Fortschritte der "alten" Mitgliedstaaten (EU-15) bei der Verringerung ihrer CO2-Emissionen vorgelegt. Basis dafür ist ein entsprechender Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA.
Demnach wird die EU ihr Kyoto-Ziel von -8 % bis 2012 - wenn überhaupt - nur äußerst knapp erreichen. Und auch das nur, wenn von flexiblen Kyoto-Mechanismen (also Ankäufen von Emissonszertifikaten aus Drittstaaten) und Kohlenstoffsenken (also zB Aufforstungsprojekten) Gebrauch gemacht wird.
Von den EU-15 sieht es bei sieben, darunter auch Österreich, so aus, als könnten sie ihr Burden Sharing-Ziel zur Emissionsreduktion nicht erreichen, gegen diese Staaten könnten Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet werden.

Hauptverantwortlich für die Probleme, so die EEA, sei der Verkehr: Zwischen 1990 und 2004 sind die Treibhausgasemissionen der EU-15 in den meisten Wirtschaftssektoren gesunken, die verkehrsbedingten Emissionen aber sind um 26 % gestiegen.

Bericht EEA (en pdf 2,3mb)
Pressemeldung EEA (en)
Fortschrittsbericht Kommisson COM(2006)658 (pdf 100kb)
Pressemeldung IP/06/1488 Kommission