EEA-Studie zur Effektivität von Umweltsteuern bei Schotterabbau
Extraktion von Sand, Schotter und Steinen ist in der EU ein wichtiger Wirtschaftszweig – und hat gravierende Folgen für Landschaft, (Grund)wasser und Umwelt. Eine Studie der Europäischen Umweltagentur EEA von Juni 2008 befasst sich mit den Erfolgen von Umweltsteuern, die diesen Sektor in Richtung nachhaltige Produktion lenken sollen.Die Ergebnisse sind aus Sicht der EEA relevant für die aktuellen Debatten rund um nachhaltiges Konsumieren und Produzieren sowie die Nutzung von marktbasieren Instrumenten für Umweltzwecke im Allgemeinen.
Kernergebnisse sind:
- Die Steuern sind dann erfolgreich, wenn sie im Paket mit anderen Maßnahmen beschlossen werden.
- Es ist schwierig, die Höhe der Steuern am Ausmaß der Umweltzerstörung zu orientieren, einheitliche Steuersätze scheinen leichter umsetzbar.
- Folgeeffekte müssen schon in der Planung berücksichtigt werden – zB negative Umweltauswirkungen durch Umstieg auf Materialien, die nicht besteuert sind.
- Zweckgebundene Nutzung der Einnahmen kann den Nutzen der Steuer weiter erhöhen.
- Durch die Steuer ergeben sich indirekte Vorteile durch bessere Information und Monitoring.
- Koordinierung mit Nachbarstaaten ist notwendig, um Marktverzerrungen und kontraproduktive Handelsströme zu vermeiden.
- Die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors wird durch Umweltsteuern nicht eingeschränkt. Dies liegt vor allem auch daran, dass die Transportkosten einen hohen Anteil am Endprodukt ausmachen und weiträumiger Handel mit den Produkten eher nicht vorkommt.