EEB: „Donut-Ökonomie“ für eine gerechte und nachhaltige Wirtschaft

Im Mai 2022 hat das European Environmental Bureau (EEB) vor der EU-Kommission in Brüssel eine „Donut-Verkostung“ veranstaltet, um das Bewusstsein für die wirtschaftliche Zukunftsvision zu schärfen. Sie sollte die Vorstellung stärken, dass unendliches Witschaftswachstum mittlerweile überholt und nicht mehr tragbar sei. Demgegenüber bietet die Donut-Ökonomie eine langfristige Lösung, die einer Wirtschaft Grenzen setzt, um sowohl bestimmte Bedürfnisse zu befriedigen als auch die Übernutzung der natürlichen Welt zu verhindern.

Noch vor einem Jahrzehnt hatte der Begriff Donut-Ökonomie keine Bedeutung. Erst 2017 prägte Kate Raworth den vom Nachhaltigkeits-, Gerechtigkeits- und Menschenrechtsgedanken geprägten Begriff, mit dem nach Ansicht des EEB auch traditionelle Ökonom:innen immer vertrauter werden.

Das Erfolgsrezept einer ökologisch und sozial verträglichen „Donut-Ökonomie“ erfordere verschiedene „Zutaten“, darunter soziale Gerechtigkeit, Gerechtigkeit, Gesundheit, saubere Luft und sauberes Wasser sowie ein stabiles Klima. Das von der Ökonomin Kate Raworth entwickelte Wirtschaftsmodell hebt eine Reihe sozialer Mindestkriterien und maximaler Ökosystemgrenzen hervor, welche Entscheidungsträger:innen zu einem gerechteren und nachhaltigeren System führen können. Der Punkt dazwischen ist der „Doughnut“, ein sicherer Ort, an dem Mensch und Natur über Generationen hinweg zusammen gedeihen können.

EEB: Wirtschaft mit Wohlergehen aller innerhalb der planetaren Grenzen

„Es ist an der Zeit, dass die EU über das BIP hinausgeht und sich einem umfassenderen Ansatz für das Wohlergehen aller innerhalb der planetaren Grenzen zuwendet: einem Donut-Ökonomie-Ansatz“, betont Roberta Arbinolo, Communications Officer beim EEB.

Neben dem Video hat das EEB gemeinsam mit Friends of the Earth Europe sowie dem European Youth Forum mit Social Media auch eine gemeinsame Kampagne gegen übermäßigen Konsum gestartet und eine Nebenveranstaltung zu einer Wellbeing Economy bei den United Nation's Stockholm+50 Conference am Donnerstag, 2. Juni vorbereitet.

Botschaften des EEB sind dabei: „Das Streben nach BIP-Wachstum ist auf Kosten von Mensch und Natur außer Kontrolle geraten, aber es gibt einen anderen Weg… #DoughnutEconomics ermöglicht es, das Wohlbefinden für alle innerhalb der natürlichen Grenzen unseres Planeten zu steigern…“

Das EEB ermutigt Interessierte, sich an den Tweets zu beteiligen und @Green_Europe in den Tweets zu markieren sowie den Hashtag #DoughnutEconomics4All zu verwenden.

EEB: Green Week-Kampagne

EEB-META: Doughnut economics: How to bake a better future

Stockholm 50: Wellbeing Economies: A new economic approach for human and planetary health

Twitter: EEB - Donut Economy