EEB: EU-Parlament für Maßnahmen gegen Überproduktion von Textilien

Die Abgeordneten des Umweltausschusses sprachen sich für ein Verbot der Vernichtung von einwandfrei verwendbaren Überschussbeständen und zurückgegebener Ware, für Maßnahmen zur Verringerung aggressiver und falscher Werbung und für die Festlegung von Zielen zur Verringerung des Material- und Verbrauchsfußabdrucks der Branche aus.

Das EEB und ECOS begrüßen die Forderung des Umweltausschusses nach einer raschen Festlegung von Ökodesign-Anforderungen, die für alle Textilien und Schuhe gelten sollen, sowie nach einer Verschärfung der Haftung, um sicherzustellen, dass die neuen Regeln auch für importierte Produkte gelten, die online verkauft werden.

Das EEB und ECOS begrüßen auch, dass die Abgeordneten des Europäischen Parlaments hervorgehoben haben, dass der Entwurf der Textilstrategie der Europäischen Kommission zu kurz greift, wenn es um Maßnahmen zur Achtung der Menschen- und Sozialrechte bei der Herstellung von Textilien geht, und dass keine Maßnahmen gegen schädliche Einkaufspraktiken vorgesehen sind. Leider verpassten die Abgeordneten die Gelegenheit, das volle Potenzial des digitalen Produktpasses zur Förderung der Transparenz in den Lieferketten auszuschöpfen, weil soziale Informationen und die vollständige Abdeckung der Wertschöpfungskette ausgeschlossen wurden.

Nach der Abstimmung im Umweltausschuss werden alle Abgeordneten des Europäischen Parlaments in einer Plenarabstimmung über die Textilstrategie abstimmen, die voraussichtlich im Juni stattfinden wird. Das EEB und ECOS appellieren an alle Mitglieder des Parlaments, die starke Position des Umweltausschusses zu unterstützen.
 

European Parliament calls for action on overproduction of textiles