EEB: Geplante Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ist „Greenwashing“

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Die EU-Kommission hat für den 12. Oktober die Veröffentlichung ihres Gesetzesvorschlags zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2013 angekündigt.

Jetzt sickerte der Gesetzesentwurf der Kommission an die Öffentlichkeit durch. Das Europäische Umweltbüro (EEB) kritisiert, dass auch in Zukunft Bauern Förderungen erhalten sollen, die nicht nachhaltig wirtschaften, zur Erosion der Böden beitragen oder Gewässer verseuchen.

Das Europäische Umweltbüro kritisiert weiters, dass keine zusätzliche Unterstützung für Landwirte gewährt wird, die sich im Rahmen des Natura 2000-Netzwerkes um die Erhaltung geschützter natürlicher Lebensräume bemühen oder Wiesen und große Grasflächen anlegen, die unverzichtbar für die Erhaltung der Biodiversität und im Kampf gegen die Klimaerwärmung sind.

In einer ersten Reaktion wurde der Gesetzesentwurf von vielen Umweltschutzorganisationen als „oberflächlich grün“ bewertet. Viele Maßnahmen würden nur auf den ersten Blick umweltfreundlich wirken, einer genauen Analyse aber nicht standhalten.

EEB: CAP to keep pumping cash into EU’s most environmentally harmful farms, reveals leaked proposal (en)