EU-Treffen in Bratislava: Priorität für Menschen und Umwelt

Am 16. September 2016 versammelten sich die Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten und die Vorsitzenden der EU-Institutionen in Bratislava zu einem informellen Treffen, Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hielt eine Rede zur Lage der Europäischen Union.

Das EEB kritisiert Junckers Rede. Juncker bewarb darin unter anderem das von vielen EuropäerInnen scharf kritisierte geplante Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada (CETA), er ignorierte in seiner Rede aber die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit. Auch andere Umweltschutzorganisationen – die sogenannten Green 10 - übten entsprechende Kritik an Junckers Rede und veröffentlichten ein gemeinsam unterschriebenes Statement. In diesem Offenen Brief werden anlässlich des Treffens in Bratislava 10 Prioritäten für die Umwelt veröffentlicht.

Dass EEB kritisiert in einer Pressemitteilung Junckers Rede zur Lage der Europäischen Union auch wegen Junckers mangelnden Verständnisses für die komplexen Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Umwelt. „Präsident Juncker betonte, dass die EU „sozialer“ werden müsse, aber er scheint nicht zu verstehen, wie der Verfall Europas mit der Zerstörung der weltweiten Ökosysteme, der exzessiven Ressourcennutzung und dem Klimawandel zusammenhängt. Diese Entwicklungen stellen eine existenzielle Bedrohung für die Fähigkeit von Europa dar, den Menschen ein gutes Leben innerhalb der Grenzen verfügbarer Ressourcen auf diesem Planeten zu ermöglichen.“

Green 10: Open letter – Green 10 priorities for Bratislava Informal Summit

EEB Pressemitteilung zu Junckers Rede