EEB-Studie argumentiert für eine EU-Richtlinie für Bodenschutz

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Geschätzter Schaden für ungeschützte europäische Böden beläuft sich pro Jahr auf rund 38 Milliarden Euro.

Im September 2006 präsentierte die EU-Kommission einen Vorschlag für eine Rahmenrichtlinie zum Schutz der Böden in Europa. Diese Gesetzesvorlage wurde bis heute nicht verabschiedet, sie wurde unter anderem von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich und den Niederlanden blockiert.

Eine neue Publikation des European Environmental Bureau (EEB) und des Deutschen Naturschutzrings (DNR) mit dem Titel „Soil: worth standing your ground for“ argumentiert jetzt eindringlich für die Wiederaufnahme der Verhandlungen für eine EU-weite Bodenschutzrichtlinie. Der DNR hat auch ein Themenheft in deutscher Sprache über den Bodenschutz veröffentlicht und fasst darin die Bedeutung der Böden als natürliche, nicht erneuerbare Ressource zusammen:
Boden „...dient als Filter und Puffer gegenüber Schadstoffeinträgern. Als Bestandteil natürlicher Wasser- und Stoffkreisläufe bildet er ein natürliches Reinigungssystem für das Grundwasser und damit auch für das Trinkwasser. Als Wasserspeicher hat er zudem eine grenzüberschreitende Bedeutung im Hochwasserschutz. Nach den Weltmeeren ist der Boden der größte Kohlenstoffspeicher der Erde und spielt eine wichtige und oft unterschätzte Rolle im Klimaschutz.

Global betrachtet kann im Boden die doppelte Menge des Kohlenstoffes in der Atmosphäre und sogar das Dreifache des in der Vegetation gebundenen Kohlenstoffs gespeichert werden.“

EEB Pressemitteilung (en)
Studie: Soil: worth standing your ground for (en)
DNR Themenheft II/2011 - Bodenschutz (pdf)