Effizienzprogramme: Zwei Schritte vor, einer zurück

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Eine neue Studie der Wissenschafterin Jenny Tröltzsch im Auftrag des BIO Intelligence Services, von Global View Sustainability Services (GVSS) und des Ecologic Instituts zeigt, dass viele Effizienzprogramme mit Effizienzproblemen kämpfen. "Zwei Schritte vor, einer zurück - Der Rebound-Effekt schränkt die Wirkung von Effizienzprogrammen ein". Das ist der Titel der Studie und zugleich auch das Ergebnis: die initiierten Maßnahmen zur Einsparung beim Ressourcen- und Energieverbrauch seien nur zum Teil erfolgreich, bis zu dreißig Prozent würden durch den sogenannten Rebound-Effekt wieder zunichte gemacht. Werden die Maßnahmen geschickt kombiniert, kann der Rebound-Effekt allerdings stark minimiert werden.

„Der Rebound Effekt bezeichnet einen Anstieg im Verbrauch, der als unbeabsichtigter Nebeneffekt von Effizienzmaßnahmen (in Technologie oder Politik) auftritt. Dieser Anstieg im Verbrauch ist oft eine Reaktion auf sinkende Kosten, die durch die erhöhte Effizienz bedingt sind“. Er liegt „meist in der Reaktion von Nutzern oder Verbrauchern – sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen – auf politische, marktliche oder technische Veränderungen“, berichtet das Ecologic-Institut in einer Aussendung anlässlich der Veröffentlichung der Studie in der Zeitschrift „umwelt-aktuell“. „Der Rebound-Effekt gleicht mindestens einen Teil der beabsichtigten Umweltverbesserungen wieder aus. Dadurch begrenzt er politische Maßnahmen und technische Verbesserungen zur Energie- und Ressourceneinsparung.“

Ecologic Pressemitteilung
„umwelt-aktuell“ Artikel (pdf)