EFSA lehnt französisches MON 810 - Verbot ab

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Die Entscheidung Frankreichs, die genmanipulierte Maissorte MON 810 vorübergehend vom Markt zu nehmen, wird von der Europäischen Agentur für Ernährungssicherheit (EFSA) in einer Stellungnahme vom 31.10.2008 als unbegründet abgelehnt.
Frankreich hatte angekündigt, eine "Sicherheitsklausel" einzuführen, die es Mitgliedsstaaten erlaubt, genmanipulierte Getreidesorten aus Sicherheitsgründen zu verbieten. Auf Basis der EFSA-Stellungnahme wird nun die Kommission entscheiden, ob das französische Verbot aufgehoben wird oder nicht.

Die EFSA bestätigte weiters, dass die von ihr bereits 2005 geprüften Maissorten Bt11 und 1507 unbedenklich seien. Greenpeace kritisierte die Schlussfolgerungen der EFSA und forderte, dass die Behörde bis zum Abschluss der laufenden Bewertung der EU-Risikoabschätzungsregeln keine Meinung zu diesem Thema mehr abgeben sollte.

Die französische Regierung kündigte in einer ersten Reaktion an, am MON 810 - Verbot festhalten zu wollen, und hofft nun auf die Unterstützung der Mitgliedsstaaten im Rat.

Stellungnahme EFSA
Reaktion Greenpeace
Pressemeldung französische Regierung