EFSA: Messbare Pestizidrückstände bei mehr als einem Drittel der Lebensmittel

Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)

Daten der Studie beziehen sich auf die Analyse von Lebensmitteln des Jahres 2009.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit(EFSA) veröffentlichte letzte Woche ihren aktuellen Report über die Pestizidrückstände in Lebensmitteln für das Jahr 2009.

In den Mitgliedsländern der EU sowie in Island und Norwegen wurden insgesamt 67.000 Proben von rund 300 verschiedenen Produkten entnommen. Die Lebensmittel wurden auf eine Vielzahl von Pestiziden untersucht, sodass insgesamt mehr als 14 Millionen Analysen vorgenommen wurden.

Die EFSA berichtet, dass bei 97,4 Prozent der Proben die maximalen erlaubten Werte für Pestizid-Rückstände nicht überschritten wurden.

Bei mehr als einem Drittel der Lebensmittel (37,4 Prozent) konnten allerdings sehr wohl Pestizidrückstände gemessen werden. Bei dieser Zahl handelt es sich um die Analyse-Ergebnisse des von der EU koordinierten Testprogramms, die Mitgliedstaaten führen zusätzlich eigene Untersuchungen durch.

Die Lebensmittel wurden auf Rückstände von 138 verschiedenen Pestiziden untersucht, das Vorhandensein von 111 Pestiziden - mehr als 80 Prozent - konnte bei den Messungen nachgewiesen werden.

Vor allem Tafeltrauben, Paprika, Auberginen, Erbsen, Weizen und Blumenkohl sowie Butter und Eier wiesen Rückstände auf, welche die maximal erlaubten Rückstandswerte für Lebensmittel übertrafen. Bei 47 unterschiedlichen Pestiziden wurden nicht erlaubte, zu hohe Werte gemessen.

EFSA: The 2009 European Union Report on Pesticide Residues in Food (en)