Einer von fünf Europäern ist regelmäßig zu hohen Lärmbelastungen ausgesetzt
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
In den von der WHO kürzlich veröffentlichten „Night noise guidelines for Europe“ wird vor gesundheitlichen Schäden durch übermäßige Lärmbelastungen gewarnt.Die Auswirkung von nächtlicher Lärmbelastung auf die menschliche Gesundheit wird noch immer unterschätzt. Neueste Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass Lärm nicht nur das subjektive Wohlempfinden beeinträchtigt, sondern auch zu nachhaltigen, gesundheitlichen Schäden führen kann. Neben den bekannteren Folgen wie Schlafstörungen, Schlaflosigkeit und Gehörschäden, kann eine erhöhte Lärmbelästigung auch bestehende gesundheitliche Probleme verschlimmern und zu psychischen Problemen führen. Der Körper ist einem erhöhten Stressfaktor ausgesetzt und kann sich nicht mehr so gut regenerieren, was auch zu einer allgemeinen Leistungsbeeinträchtigung führt. Die WHO empfiehlt daher, dass die durchschnittliche jährliche, nächtliche Lärmbelastung eines Menschen 40 Dezibel (dB) nicht überschreiten sollte. Kinder sowie kranke und ältere Menschen sind den Lärm betreffend, besonders sensibel und daher noch vermehrt zu schützen.
Lärmbelästigung hat sich zu einem gravierenden Problem entwickelt. So ist jeder fünfte Europäer regelmäßig einer Belastung von mehr als 55 dB ausgesetzt. Die von der WHO herausgegebenen Leitlinien sollen den einzelnen Staaten nun dabei helfen, gegen diese Problematik vorzugehen. Entwickelt wurden die Leitlinien von 35 WissenschafterInnen aus den Bereichen Medizin und Akkustik sowie VertreterInnen der Europäischen Kommission.