Eisbär auf der Suche nach Nahrung verhungert

Klima & Energie

Die Folgen des Klimawandels machen sich jetzt auf immer dramatischere Weise bemerkbar. In Norwegen wurden die Überreste eines bis auf die Haut und Knochen abgemagerten Eisbären gefunden. Der 16 Jahre alte Bär verhungerte, da zu viel Eis geschmolzen sei und er deshalb nicht mehr jagen konnte, berichtet die britische Tageszeitung „Guardian“.

Eisbären jagen von den Eisschollen aus Seehunde, ihre Hauptnahrungsquelle. Da zu viel Eis schmolz, wanderte der Eisbär auf der Suche nach Nahrung immer weiter landeinwärts, bevor er letztendlich verhungerte. Er wurde rund 250 km von seinen normalen Jagdgründen gefunden und dürfte zwischen 500 und 750 km auf der Suche nach Nahrung gewandert sein, berichtet der „Guardian“.

Der Bär wurde seit langem von WissenschafterInnen überwacht. Erst im April wurde er von WissenschafterInnen des norwegischen Polarinstituts auf dem Archipel Svalbard in der Arktis untersucht und als gesund befunden. ExpertInnen rechnen laut „Guardian“ damit, dass wegen des Klimawandels in den nächsten drei Generationen von Eisbären (rund 45 Jahre) bis zu zwei Drittel der Eisbären aussterben werden.

Guardian: Starved polar bear perished due to record sea-ice melt, says expert