Eisbär schwimmt 687 km in 9 Tagen auf der Suche nach Eisschollen.
Natur & Biodiversität, Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Knapp 700 Kilometer schwamm eine Eisbärin in neun Tagen auf der Suche nach Eisschollen im eiskalten Wasser der Beaufort-Sea nördlich von Alaska. Anschließend legte die Bärin weitere 1.800 km abwechselnd auf Land und im Wasser zurück. Für ihr Junges, das die Mutter auf dieser zwei-monatigen Wanderung begleitete, war die Anstrengung zu viel, es überlebte die Strapazen nicht.Eisbären leben vornehmlich auf festem Boden und schwimmen nur kurze Strecken. Die Klimaerwärmung und das Schmelzen der Eisschollen im Sommer zwingt die Tiere allerdings dazu, immer längere Strecken im Meer zurückzulegen.
Ein Forscherteam des US Geological Survey verfolgte im Sommer 2008 die lange Suche der Eisbärin nach einer rettenden Eisscholle in der Beaufort-Sea. Die Bärin wurde zuvor im Rahmen des Forschungsprojektes mit einem GPS-Halsband ausgerüstet. Ihre Wanderungen wurden zwei Monate lang verfolgt, die ForscherInnen konnten dadurch beweisen, dass die Bärin 232 Stunden lang non-stop im eiskalten Wasser zurücklegte.
Die Studie „Consequences of long-distance swimming and travel over deep-water pack ice for a female polar bear during a year of extreme sea ice retreat” wurde jetzt in der Fachzeitschrift „Polar Biology“ veröffentlicht.
Eisbären stehen auf der Liste der bedrohten Arten, die Klimaerwärmung wird dabei von WissenschafterInnen für diese Tiere als die größte Bedrohung angesehen.
Bericht unter (en)
Polar Biology - Studie (kostenpflichtig)(en)