ETS nicht untergraben: EEB und über 100 Unternehmen fordern stabile Klimapolitik

Deutschland und Italien haben vorgeschlagen, den Kohlenstoffpreis als Reaktion auf die steigenden Energiekosten auszusetzen. Das EEB bewertet das als einen schweren Angriff auf die EU-Klimapolitik.

Weiters wäre die Schwächung des Emissionshandelssystems ein schwerer Fehler. Zwei Jahrzehnte lang hat das Emissionshandelssystem die Emissionen reduziert, indem es einen Preis für die Verschmutzung festgesetzt und Investitionen in eine sauberere Industrie gefördert hat. Ihn jetzt zu untergraben, würde den Markt destabilisieren, Unsicherheit schaffen und Unternehmen bestrafen, die bereits in die Dekarbonisierung investiert haben.

Mehr als 100 europäische Unternehmen und Investoren - darunter Stahl-, Zement- und Energiekonzerne - drängen die Staats- und Regierungschefs der EU im Vorfeld der Tagungen des Energierates und des Europäischen Rates, an einem starken Emissionshandelssystem festzuhalten. Unternehmen, die bereits Milliarden investiert haben, um ihre Emissionen zu senken, brauchen verlässliche Regeln. Sie warnen davor, dass eine Änderung des Kohlenstoffpreises die Nachzügler belohnen und die Innovatoren bestrafen würde.

Empfehlungen vom EEB

Anstatt das System, das derzeit Emissionssenkungen bewirkt, abzubauen, sollten die Staats- und Regierungschefs den Kurs beibehalten und die ETS-Einnahmen in erneuerbare Energien, Elektrifizierung und industrielle Dekarbonisierung investieren, die wahren langfristigen Lösungen zur Senkung der Energiekosten.

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