Energieunion: Fortschritte bei der Integration der europäischen Energiemärkte
Energie
Die Europäische Kommission und die Länder des Ostseeraums haben am 8. Juni 2015 eine Vereinbarung (Memorandum of Understanding) zur Modernisierung und Stärkung des Verbundplans für den baltischen Energiemarkt (Baltic Energy Market Interconnection Plan – BEMIP) unterzeichnet. Die Unterzeichnerstaaten der Vereinbarung zur Stärkung des Verbundplans für den baltischen Energiemarkt sind Estland, Finnland, Deutschland, Lettland, Litauen, Polen, Schweden und Norwegen. Zudem wird Dänemark die Vereinbarung zu einem späteren Zeitpunkt unterzeichnen. Das Ziel der Vereinbarung ist die Beendigung der Isolation des Ostseeraums im Energiebereich und die vollständige Integration dieser Region in die EU-Energiemärkte.Zeitgleich haben sich zwölf europäische Länder in einer Erklärung verpflichtet, die Stromversorgungssicherheit durch eine verstärkte regionale Zusammenarbeit im Rahmen des europäischen Binnenmarktes zu verbessern (Deutschland, Dänemark, Polen, der Tschechischen Republik, Österreich, Frankreich, Luxemburg, Belgien, die Niederlande, Schweden, Schweiz und Norwegen).
Anschließend hat auch das pentalaterale Energieforum eine politische Erklärung unterzeichnet. Das pentalaterale Energieforum ist der Rahmen für die regionale Zusammenarbeit in Mittelwesteuropa. Es wurde im Jahr 2005 von den Benelux-Staaten, Österreich, Deutschland und Frankreich (sowie der Schweiz, die den Status eines ständigen Beobachters innehat) ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit im Bereich des grenzübergreifenden Stromhandels zu fördern.