Erfolg für UmweltaktivistInnen: Japan bricht Walfang in der Antarktis frühzeitig ab
Natur & Biodiversität
AktivistInnen der amerikanischen Tierschutzorganisation Sea Shepherd blockierten mit ihrem Schiff die japanische Flotte und verhinderten erfolgreich das Abschlachten von rund 1.000 Walen.Die japanische Walfangflotte, die heuer von ihrer Regierung die Bewilligung zum Töten von rund 1.000 Walen zu „wissenschaftlichen Zwecken“ in den Gewässern der Antarktis bekommen hatte, musste frühzeitig aufgeben.
Die Sea Shepherd Conservation Society verfolgte mit ihrem Schiff die vier japanischen Walfangschiffe und konnte den diesjährigen Walfang erfolgreich behindern. Paul Watson, Gründer der Organisation und Kapitän der „Sea Shepherd“, schätzt, dass die japanische Flotte nur rund 30 Wale töten konnte.
Die Japaner brachen den Walfang in der Antarktis am 10. Februar ab und machten sich auf den Weg nach Südamerika, um dort ihre „wissenschaftliche Tätigkeit“ fortzusetzen. Die Japaner wollten eigentlich noch bis Mitte März in den Gewässern der Antarktis bleiben.
Der kommerzielle Walfang ist seit 1986 verboten und wird von der Internationalen Walfangkommission (IWC) geregelt.
Ausnahmebestimmungen erlauben es den Ländern jedoch, Walfang zu „wissenschaftlichen Zwecken“ zu betreiben.
BBC News: Japan halts whale hunt after chase by protesters. (en)
Sea Shepherd (en)
IWC - Scientific Permits (en)