Ergebnisse der GAP-Konsultation veröffentlicht

14. Juli 17

Am vergangenen Freitag wurden im Rahmen einer Konferenz in Brüssel die Ergebnisse der Konsultation der Europäischen Kommission über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) präsentiert. Als zentrales Ergebnis der Auswertung der über 300.000 Beiträge zur EU-weiten Konsultation wurde genannt, dass die TeilnehmerInnen die umweltpolitischen Herausforderungen durch die GAP eindeutig nicht ausreichend adressiert sehen. Als größtes Problem und wichtigste Herausforderung einer zukünftigen GAP stuften die KonsultationsteilnehmerInnen die Umweltverschmutzung und ihre Folgen ein. Dicht gefolgt von einer zu komplexen Bürokratie und fehlender Nachhaltigkeit.

Bio Austria kommentierte die Ergebnisse in einer Aussendung kritisch. "Das offenbart eine Kluft zwischen ökonomischen und ökologischen Zielsetzungen in der europäischen Agrarpolitik. Hier besteht ganz massiver Handlungsbedarf. Diese Lücke gilt es zu schließen, will man den Rückhalt für die öffentlichen Mittel der GAP sicherstellen“, so Obfrau Gertraud Grabmann.

Grabmann sieht durch die Ergebnisse der Konsultation die zentrale Forderung von Bio Austria zur Reform der GAP für die Periode nach 2020 bestätigt, wonach die diese Schritt für Schritt in ein Honorierungssystem für die Produktion von Leistungen für die Gesellschaft umgebaut werden soll. "Damit würde eine Win-Win-Situation für Bäuerinnen und Bauern einerseits und die Gesellschaft andererseits hergestellt. Denn sauberes Wasser, gesunde Böden, Artenvielfalt und Klimaschutz sind wesentliche gesellschaftliche Anliegen. Durch ein entsprechendes Honorierungssystem wird die Produktion dieser gesellschaftlichen Leistungen zur zusätzlichen Einkommensquelle für die Landwirtschaft.“

 

Bio Austria: GAP-Konsultation offenbart Kluft zwischen ökologischen und ökonomischen Zielsetzungen

DNR: EU-Kommission stellt Ergebnisse der GAP-Konsultation vor