Errichtung des russischen Atomkraftwerks Kaliningrad abgesagt
Energie
Nach jahrelangen Vorbereitungen für ein Atomkraftwerk im russischen Kaliningrad hat Präsident Vladimir Putin das Projekt Ende Mai endgültig abgesagt, berichtet „Oekonews“. Das russische Staatsunternehmen Rosatom würde die beiden geplanten 1.200 Megawatt-Reaktoren nicht errichten, da sich keine europäischen Investoren dafür finden lassen. Die Stromproduktion wäre laut Angaben von „Oekonews“ für den europäischen Markt bestimmt gewesen."Atomkraft ist nicht finanzierbar, selbst mit dieser starken politischen Unterstützung, wie sie der Atomkraft in Russland geboten wird", sagt Patricia Lorenz, Atomsprecherin von Global 2000. "Auch auf EU-Ebene müssen wir nun verhindern, dass neue Atomkraftwerke durch neue Förderungen ermöglicht werden“.
Auch andere geplante Atomkraftwerke, darunter das britische AKW Hinkley Point oder Temelín 3 und 4 in der tschechischen Republik hätten Finanzierungsprobleme, berichtet „Oekonews“.
Oekonews: Errichtung des russischen Atomkraftwerks Kaliningrad abgesagt