Erste Positionen zur Energieunion bekannt
Energie
Am 6. Februar 2015 haben die lettische EU-Ratspräsidentschaft und die Europäische Kommission die Konferenz zur Energieunion in Riga abgehalten. Dort stellte die Kommission erstmals ihre Ideen und Ansätze für eine künftige Energieunion vor.Maroš Šefčovič, Vizepräsident der EU-Kommission und verantwortlich für die neue Strategie, erklärte, welche Bereiche im Fokus der neuen Strategie zur Energieunion stehen werden. Zunächst einmal soll die Versorgungssicherheit der EU gewährleistet werden. Beispielsweise werden 27 Prozent des Gasbedarfs aus Russland importiert. Um der hohen Importabhängigkeit der EU entgegenzuwirken, setzt Šefčovič auf Solidarität unter den Mitgliedstaaten und eine Steigerung der Energieeffizienz. Außerdem gehört zu den Zielen der neuen Strategie einen einheitlichen Energiemarkt in der EU zu schaffen, die Dekarbonisierung voranzutreiben und Forschung und Innovation zu fördern. Des Weiteren soll den hohen Energiepreisen für europäische VerbraucherInnen durch den Abbau von Subventionen entgegengewirkt werden. Derzeit sind zehn Prozent der EU-BürgerInnen nicht in der Lage, ihre Energierechnung zu bezahlen.
Der Energie- und Klimakommissar Miguel Arias Cañete äußerte sich auf der Konferenz zur Versorgungsicherheit innerhalb der EU und führte als ein Instrument die umstrittene Förderung von Schiefergas an (Fracking). Die EU-Kommission wird ihre Vorschläge zur Strategie offiziell am 25. Februar vorstellen. Die Schlussfolgerung des Rates wird für den 19. März erwartet. [Quelle, DNR]
Quelle, DNR: Erste Positionen zur Energieunion bekannt
Rede Šefčovič [Englisch]
Rede Cañete [Englisch]