Erstmals Energieeffizienzetiketten für Fernsehgeräte – jene für Kühlschränke, Geschirrspüler und Waschmaschinen werden erweitert

Klima & Energie

Die Europäische Kommission hat erstmals Energieeffizienzkennzeichnungen für Fernsehgeräte vorgeschlagen. Jene für Kühlgeräte, Geschirrspüler und Waschmaschinen sollen ausgeweitet werden.

Laut Kommissionsvorschlag sollen Fernsehgeräte erstmals von den Herstellern nach ihrer Energieeffizienz in eine Skala von „A“ bis „G“ eingestuft werden. Das Etikett muss deutlich sichtbar auf dem Gerät angebracht und bei der Werbung gezeigt werden, falls der Preis des Geräts genannt wird. Die Etiketten sollen den VerbraucherInnen helfen, energieeffiziente Produkte auszuwählen. Zusätzlich sollen sie die Industrie dazu anspornen, in die Entwicklung energieeffizienter Produkte zu investieren. "Energieetiketten bewirken eine Marktumstellung auf hochgradig energieeffiziente Produkte, und das ist ein wichtiger Beitrag zur Verwirklichung der EU-Effizienzziele", so EU-Energiekommissar Günther Oettinger.

Die Effzienz-Label für Kühlschränke, Geschirrspüler und Waschmaschinen sollen erweitert werden. Notwendig wurde dies, da bereits über 90 Prozent dieser Geräte der Bestklasse A angehören. Um diesem Problem entgegenzuwirken, kann die Skala für alle Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen und auch Fernseher bei Bedarf um die Klassen A+, A++ und A+++ erweitert werden. Umwelt- und VerbraucherschützerInnen kritisieren den Vorschlag der Kommission. Durch den "Anbau" der Zusatzklassen würde Verwirrung gestiftet. Der Kommissionsvorschlag muss noch vom Europäischen Parlament und vom Rat gebilligt werden.

Weitere Informationen
Pressemitteilung der Kommission
Informationen zur EU-Energieeffizienzkennzeichnung (en)