Essen ist politisch! 33.000 haben es satt!
25. Jän 18
Letzten Samstag (20. Januar) gingen mehr als 33.000 Menschen in Berlin im Rahmen der „Wir haben es satt!“-Demonstration auf die Straße, um die Agrar- und Ernährungswende anzuschieben. Zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin riefen mehr als 100 Organisationen, darunter auch der Deutsche Naturschutzring (DNR, Partner des EU-Umweltbüros) dazu auf, die Landwirtschaft umwelt-, tier- und klimafreundlich umzubauen und den BäuerInnen ein sicheres Einkommen zu gewährleisten.
Zentrales Thema der Demonstration war die umstrittene Verlängerung des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosats, aber auch die neuen Methoden der Gentechnik wie CRISPR/Cas wurden unter dem Motto „Gentechnik bleibt Gentechnik“ adressiert. Das Bündnis „Ende Gelände“ forderte außerdem „Grünkohl statt Braunkohle“ mit dem Hinweis auf Klimagerechtigkeit. Auch die Bitte, Zahlungen von EU-Agrarsubventionen an außerlandwirtschaftliche Investoren zu beenden, die immer mehr BäuerInnen den Boden unter den Füßen wegkaufen, wurde artikuliert.
Jochen Fritz, Sprecher des „Wir haben es satt!“-Bündnisses, fasst zusammen: "Wir wollen raus aus der fatalen Exportorientierung und Landkonzentration, die Bauern hier und weltweit das Genick bricht“ und betont, dass nicht gegen die LandwirtInnen, sondern gegen die Agrarindustrie demonstriert wird. Der Schulterschluss konventioneller und Öko-BäuerInnen mit KonsumentInnen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und LebensmittelhandwerkerInnen anlässlich der „Wir haben es satt!“-Demonstration fand in diesem Jahr bereits zum achten Mal statt.