Essen wird teuer! Bis 2020 Anstieg der Nahrungsmittelpreise um bis zu 45%

Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)

Ein gemeinsamer Bericht der Welternährungsorganisation FAO und der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sagt bis 2020 einen drastischen Anstieg bei Nahrungsmittelpreisen voraus.

Die wachsende Nahrungsmittelnachfrage in den Schwellenländern und die Biokraftstoffproduktion werden laut dem am 15. Juni veröffentlichten Agricultural Outlook 2010-2019 die Preise für Lebensmittel erheblich ansteigen lassen. Der Bericht betrachtet die Preisentwicklung von Getreide, Ölsamen, Zucker, Fleisch- und Milchprodukten über die Periode von 2010 bis 2019 und vergleicht sie mit den durchschnittlichen Werten von 1997 bis 2006.

Allein die Preise von Pflanzenölen sollen demnach um mehr als 40 Prozent ansteigen, jene von Getreide um 15 bis 40 Prozent. Bei Milchprodukten gehen die ExpertInnen sogar von einem Preisanstieg um 16 bis 45 Prozent aus.
Die wachsende globale Nahrungsmittelnachfrage soll vor allem von Ländern aus Südamerika und Osteuropa und in einem geringeren Ausmaß von Ländern in Asien befriedigt werden. Allein für Brasilien wird bis 2019 ein Produktivitätsanstieg von 40 Prozent vorhergesagt.

Weitere Informationen (en)
Website Agricultural Outlook