EU-Emissionen 2015 gestiegen
Die Treibhausgas-Emissionen der EU-Mitgliedstaaten sind im Jahr 2015 zum ersten Mal seit fünf Jahren gestiegen. Unterdessen war das Vereinigte Königreich jenes Land, das in diesem Jahr seinen Ausstoß am stärksten verringerte, so berichtet das Onlineportal EurActiv.
Wie eine Analyse der Europäischen Umweltagentur (EEA) zeigt, sind die Emissionen der EU-Staaten 2015 um 0,5 Prozent angestiegen. Als Gründe dafür werden der Heizbedarf wegen des kalten Winters sowie mehr Straßenverkehr angegeben.
Das vor dem Brexit stehende Vereinigte Königreich hat seine Emissionen 2015 um 3,7 % verringert und stieß um über 19400 kt CO2-Äquivalent weniger aus als im Vorjahr. Damit verringerte Großbritannien seine Emissionen in absoluten Zahlen um mehr als alle acht anderen Staaten, die ihre Emissionen reduzierten, zusammen. Ein Hauptgrund für dieses Ergebnis ist der Wechsel in der Stromerzeugung von Öl und Kohle zu Gas.
Während die EU im Jahr 2014 eine Reduzierung der Treibhausgase um 4 Prozent schaffte, stiegen im Jahr 2015 die Werte in 19 Staaten. Die höchsten Anstiege gab es in Spanien, Italien und den Niederlanden. Im Gegensatz zu Großbritannien sei in diesen Ländern die Abhängigkeit von Kohle gestiegen.
EurActiv: Emissionsausstoß in der EU steigt erstmals seit 5 Jahren