EU-Emissionshandel: 2011 Rückgang der Emissionen um 2 Prozent
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
Die EU-Kommission verlautbarte gestern, Dienstag, die neuesten Ergebnisse des Handels mit EU-Emissionszertifikaten, und zeigt sich mit den Fortschritten zufrieden. Die Emissionen von Treibhausgasen aus Industrieanlagen, die am Emissionshandelssystem (EU-EHS) teilnehmen, sind laut Angaben der Kommission im letzten Jahr um 2 Prozent zurückgegangen.Das EU-EHS umfasst insgesamt mehr als 12.000 Kraftwerke und Industrieanlagen in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie in Norwegen und Liechtenstein. Seit 2011 werden auch die Fluggesellschaften, die Flughäfen in diesen Ländern anfliegen, in das System miteinbezogen. Chinesische und indische Fluggesellschaften haben ihre Emissionen allerdings nicht gemeldet, die EU-Kommission schätzt, dass auf diese Linien knapp drei Prozent der Emissionen entfallen.
Das EU-EHS wurde in letzter Zeit immer öfter kritisiert, da durch einen Überschuss der Zertifikate am Markt ihr Wert so stark gefallen ist, dass die Unternehmen kaum einen Anreiz zum Umweltschutz haben. Die Kommission überlegt deshalb, die dritte Phase des EU-EHS, die 2013 beginnen soll, zu verschieben.
Connie Hedegaard, EU-Kommissarin für Klimapolitik: „Es gibt immer noch einen ständig steigenden Vorrat an ungenutzten CO2-Zertifikaten. Deshalb prüft die Kommission jetzt, wie im letzten Monat angekündigt, den Zeitplan der Versteigerungen für die Phase 3, um die Zahl der Zertifikate zu reduzieren, die in den ersten Jahren dieser Phase versteigert werden sollen.“