EU erleichtert Bergbau in Natura 2000 Gebieten

Natur & Biodiversität

Die Europäische Kommission hat Anfang Oktober neue Leitlinien veröffentlicht, um die steigende Nachfrage nach Bergbau in geschützten Gebieten mit ihrem „Natura 2000“-Programm zu vereinbaren.

Die unter dem Titel „Non-energy mineral extraction and Natura 2000“ veröffentlichten Leitlinien behandeln die Auswirkungen von Bergbauaktivitäten auf die Natur und die biologische Vielfalt. Notwendig wurde dieser Schritt der Kommission, da immer öfter Nutzungskonflikte zwischen Bergbau und Naturschutz auftraten. Die neuen Leitlinien erläutern, wie die Industrie beim Abbau von Rohstoffen in Naturschutzgebieten des EU-Netzwerkes Natura 2000 vorgehen muss. „Diese neuen Leitlinien schaffen Klarheit für die Mitgliedstaaten und die Industrie bei nichtenergetischen mineralgewinnenden Aktivitäten im Zusammenhang mit den Natura 2000-Anforderungen. Es handelt sich nicht um eine Änderung der bestehenden Rechtsvorschriften oder politischen Konzepte, sondern eher um Leitlinien zum geltenden Rechtsrahmen. Unser wichtigstes Ziel besteht darin, der Industrie Unterstützung zu bieten, und gleichzeitig negative Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt zu verhindern“, so EU-Umweltkommissar Janez Potocnik und EU-Industriekommissar Antonio Tajani in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Weitere Informationen (en)
Leitlinie „Non-energy mineral extraction and Natura 2000“ (en)
Habitat-Richtlinie, Leitlinien zu nichtenergetischen mineralgewinnenden Industriezweigen (NEEI) und Natura 2000 (en)