EU-Gelder könnten mehr „grüne“ Jobs schaffen
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Die ökologische Umlenkung von EU-Subventionen könnte Millionen neuer Arbeitsplätze entstehen lassen. Dies geht aus einer Studie hervor, die BirdLife International und andere Umweltverbände heute, Mittwoch, in Brüssel vorstellen wollen.Wie der deutsche Naturschutzbund (NABU), Partner von BirdLife, berichtet, zeigt die vom britischen Institut GHK durchgeführte Studie, dass bereits die Umschichtung von 14 Prozent der europäischen Subventionen eine halbe Million Arbeitsplätze schaffen würde. Durch eine ausreichende Finanzierung des EU-Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 könnten beispielsweise 180.000 neue Arbeitsplätze entstehen.
Konstantin Kreiser, EU-Haushaltsexperte beim NABU, forderte von der deutschen Bundesregierung einen größeren ökologischen Reformwillen bei den laufenden Verhandlungen zum EU-Haushalt 2014-2020: „Die deutschen Minister achten viel zu wenig auf die starken Umwelt- und Beschäftigungseffekte von ‚grünen‘ Subventionen und Investitionen.“ Diese würden sich nach Ansicht des NABU nicht nur kurzfristig auf die Arbeitsmarktlage auswirken. Die Umweltverbände erwarten auch eine langfristige Verstärkung dieser positiven Effekte. Es sei erwiesen, dass der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen die dauerhafte Wirtschaftsentwicklung fördere.
Konkret fordert der NABU daher eine Aufstockung des EU-Umweltförderprogramms LIFE auf mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr. Derzeit stehen jährlich nur 120 Millionen Euro für LIFE zur Verfügung, das sind 0,1 Prozent des EU-Budgets. [DNR]
DNR: EU-Gelder könnten mehr „grüne“ Jobs schaffen
Erklärung des NABU