EU-Gipfel 6/05 fordert Welt-Umweltorganisation
Beim Europäischen Rat am 16./17. Juni 2005 standen wie erwartet zwei Themen im Mittelpunkt: Das weitere Vorgehen nach der Ablehnung der EU-Verfassung durch die Bevölkerung Frankreichs und der Niederlande sowie die Finanzielle Vorausschau 2007-13. Zur Verfassung beschloss der Rat eine Verlängerung der Frist für die Ratifizierungen, inhaltlich forderte kein einziger Mitgliedstaat neue Verhandlungen über den Vertragstext. Die Verhandlungen zur finanziellen Vorausschau scheiterten: Großbritannien verknüpfte eine Diskussion über seinen Beitragsrabatt mit einer Diskussion über das EU-Agrarfördersystem - wovon wiederum Frankreich nichts wissen wollte.Weiters unterstützten die Staats und Regierungschefs die Forderung nach einer Stärkung der Unep durch Umwandlung in eine Welt-Umweltorganisation UNEO im Zuge der UNO-Reform und billigten die von der Europäischen Kommission vorgelegten Leitlinien zu Nachhaltigen Entwicklung sowie die integrierten Leitlinien für Wachstum und Beschäftigung (Lissabon-Leitlinien).
Ein von der Europäischen Kommission vorgelegter Bericht über die ersten zwei Jahre des "green Diplomacy network" wurde von den Staats- und Regierungschefs begrüßt.
Website zum Rat (engl.)
Schlussfolgerungen und Deklaration der Staats- und Regierungschefs (frz.)